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ICH WEISS NICHT, WAS ICH POSTEN SOLL?!

Heutzutage gehört es zu einem erfolgreichen Business einfach dazu, sich auch online auf Social Media zu präsentieren. Aber das ist nicht immer so einfach. „Was passiert bei uns denn schon? Wir wissen gar nicht, was wir posten könnten.“ Keine Sorge, ich werde dir dabei helfen.

Zunächst einmal solltest du wissen, dass es gar nicht schlimm ist, wenn bei dir nicht immer etwas los ist. Schon Kleinigkeiten, Alltäglichkeiten, die dir mittlerweile ganz normal und langweilig erscheinen, können für deine Kunden oder die Community interessant sein. Social Media dient viel dazu, den Leuten mal einen Blick hinter die Kulissen und in den Alltag zu gestatten. Es muss also nicht jede Woche das Riesenevent sein.

Deine Strategie – so individuell wie dein Unternehmen

Social Media Strategien sind immer individuell. Es gibt nicht den einen Weg, der immer funktioniert. Etwas, dass bei anderen richtig gut läuft, muss nicht automatisch auch bei dir klappen. Du solltest eine Strategie entwickeln, die zu dir, deinen Zielen, deinem Unternehmen passt. Also überlege dir vorher gut, was du erreichen willst und wen du ansprechen möchtest. Nur so kannst du Inhalte posten, die auch zielgruppenrelevant sind. Was könnte für deine Zielgruppe interessant sein? Wie kannst du deinen Nutzern einen Mehrwert bieten?

Die große Herausforderung: Nutzer haben je nach Plattform unterschiedliche Erwartungen. Inhalte, die aber immer sehr dankbar sind und mit denen sich deine Seite gut füllen lässt, sind folgende:

  1. Regelmäßige, wiederkehrende Inhalte
  2. Berichte von unternehmensbezogenen Veranstaltungen
  3. „Persönliches“


1. REGELMÄSSIGE, WIEDERKEHRENDE INHALTE

Diese Inhalte basieren auf festen Themenblöcken und Rubriken und bieten dir damit den großen Vorteil, dass sie sehr gut planbar sind. Auf meiner Instagramseite sind das z.B. meine „Monday Motivation“-Posts oder meine „Brand Quickies“.

Eine interessante Möglichkeit ist es z.B. den gesamten Monat unter ein bestimmtes Motto oder Thema zu stellen. Wem das zu viel ist, kann auch nur eine Woche nehmen. Dabei schadet es auch nicht einfach mal zu schauen, ob der Monat/die Woche/der Tag in der Welt nicht vielleicht sowieso schon unter einem bestimmten Motto steht, wie z.B. der Pride Month oder der „Tag der Erde“. Es gibt sehr viele nationale und internationale „Irgendwas“-Tage (z.B. Weltbuchtag 23. April, Tag der Familie 15. Mai, Welthundetag 10. Oktober, usw.)

Wenn diese Themen zielgruppenrelevant sind und sich auch mit deinem Unternehmen verknüpfen lassen, kann man in diesem Fall seine Posts auch darauf ausrichten und dann gleich mit Punkt 3 „Persönliches“ verbinden, indem man hier Meinung/Haltung zeigt. Für den „Tag der Erde“ könnte das zum Beispiel so aussehen, dass du in diesem Monat deine Aufmerksamkeit auf die Nachhaltigkeit deines Unternehmens richtest.

Ansonsten gibt es ganz viele Inhalte, die du zu einer Rubrik machen kannst:

  • die Herausforderung/das Werkzeug /die Blume des Monats
  • das Projekt des Monats
  • das Rezept der Woche
  • der Tipp der Woche
  • Behind the scenes
  • Zahlen, Fakten, Daten (dabei unbedingt auch überraschendes, absurdes oder die ansonsten langweiligen Zahlen mit etwas witzigem Vergleichen z.B. „Wir haben so viele Mitarbeiter, wie in der Antarktis Kinder geboren wurden: 11)

Nehmen wir uns mal eine Rubrik heraus um zu gucken, wie die Content-Gestaltung aussehen könnte. Du wählst dir die Azalee als Blume des Monats. Dann beginnst du deinen „Azalee-Monat“ damit, dass du ein kleines Video machst oder einen Blogartikel darüber, was an dieser Pflanze so toll ist, ihre Geschichte usw.. Jetzt kannst du über den ganzen Monat verteilt viele hilfreiche Tipps oder auch Anekdoten zum Thema Azalee teilen. Worauf sollte man achten? Wie wächst sie am schönsten usw..

Wichtig ist, dass du versuchst deine Nutzer miteinzubinden. Stelle Fragen, starte Umfragen. Was ist deine Lieblingsblume? Welche Farbvariante gefällt dir am besten? Gibst du deinen Pflanzen Namen?

Es ist sehr wichtig Interaktionen anzuregen. Nicht nur, dass dadurch die Bindung deiner Nutzer an dein Profil gestärkt wird, zur Zeit ist es zumindest so, dass dich die Social-Media-Algorithmen dafür belohnen. Werden deine Posts kommentiert, werden sie auch eher von anderen gesehen. Außerdem kannst du so auch sehen, was gut ankommt und was eher weniger Interesse weckt.

2. BERICHTE VON VERANSTALTUNGEN

Bist du auf Netzwerktreffen unterwegs oder gerade auf einer großen Veranstaltung, die für dein Unternehmen interessant ist? Als Beispiel für IT-Unternehmen die Twenty2X (früher Cebit) oder für Verlage die Frankfurter Buchmesse.

Dann ist dies die perfekte Möglichkeit für interessante Inhalte. Viele solcher Veranstaltungen haben ihren eigenen Event-Hashtag, den du dann natürlich auch unbedingt nutzen solltest. Poste live Videos, Fotos, Eindrücke. Wen hast du getroffen, was hast du erlebt? Teile dies zeitnah und nicht erst Stunden später. Tatsächlich ist es mittlerweile üblich live während Vorträgen zu twittern.

Aber auch andere Großveranstaltungen, Ereignisse in der Welt eignen sich hervorragend um interessante Inhalte zu schaffen. Olympia ist beispielsweise ein super Zeitpunkt für alle, die im Bereich Ernährung, Sport, aber auch Mentaltraining unterwegs sind. Die Hashtags dieser Veranstaltungen kannst du nutzen um einen Bogen zu deinem Unternehmen zu spannen. So kannst du zum Beispiel Tipps für das richtige Powerfrühstück geben, dass dabei helfen soll sportliche Höchstleistungen zu erbringen. Wie motiviert man sich richtig oder geht mit Niederlagen um? Es muss nicht immer ein Aufsatz werden. Gerade auf Plattformen wie Instagram versuche vor allem Impulse zu setzen.

Zwei wichtige Hinweise:

  1. 1. Im Vordergrund bei Veranstaltungen stehen deine persönlichen Eindrücke und Erlebnisse, nicht dein Produkt. Hier geht es auch um das Zwischenmenschliche und ist keine Werbeplattform.
  2. Wenn du den Bogen überspannst, kann das auch nach hinten losgehen. Wenn du versuchst Ereignisse für dich zu nutzen, die einfach gar nichts mit deinem Unternehmen und/oder deiner Zielgruppe zu tun haben, kann das schlecht ankommen. Wenn der Nutzer von einem Thema bereits übersättigt ist, weil er es einfach überall zu sehen kriegt, jeder auf den Wagen aufspringt, aber keinen wirklichen Mehrwert liefert, ist das ebenfalls nicht förderlich.


3. „PERSÖNLICHES“

Persönliches sind Inhalte mit denen man es nicht übertreiben sollte, die aber auf jeder Plattform ganz gut funktionieren und für Nutzer interessant sind, weil sie dich/dein Unternehmen menschlicher und authentischer machen.

Was meine ich nun aber mit „Persönliches“? Nein, keine Sorge, du sollst hier weder deine Adresse verraten noch dein Schlafzimmer zeigen und auch nicht dein Frühstück.

Persönliches, das können zum Beispiel folgende Dinge sein:

  • Tipps, Tricks und Kniffe (und vielleicht warum du sie gut findest)
  • Empfehlungen für Bücher, Blogs, Podcasts (die für deine Zielgruppe interessant sein könnten)
  • Empfehlungen von Experten (diese dann auch taggen/markieren), Shout-outs
  • Blick hinter die Kulissen
  • Bürotour
  • Bilder von neuer Ware oder interessante Bildausschnitte von neuen Produkten (Wecke Interesse)
  • Aktuelle Projekte / Woran arbeitest du gerade
  • Vorher – Nachher – Bilder
  • Vorstellung von Mitarbeitern oder Kooperationspartnern
  • Auszeichnungen, erfolgreich absolvierte Lehrgänge, Fortbildungen
  • Verweise auf deine anderen Kanäle
  • Danke an deine Follower
  • Wochenendpläne
  • Umfragen
  • Zitate / Sprüche
  • Privates, wie Haustier, Sport, Hobby
  • Meinung

Gerade der letzte Punkt ist etwas, das wichtig ist, aber auch immer mit Bedacht getan werden sollte. Vertrete eine Meinung, habe eine Haltung. Daran entzünden sich Diskussionen, es kommt zu Gesprächen und Austausch und genau dafür ist Social Media gedacht. Aber pass auch auf, dass du dich dabei nicht selbst in Flammen setzt.

 

ES SOLL AUCH FREUDE MACHEN

Du hast jetzt gesehen, dass es wahnsinnig viele Möglichkeiten gibt, wie du Inhalte erstellen kannst und nicht alles muss dich ansprechen. Wenn dir ein bestimmtes Format gar nicht liegt, du dich z.B. immer durch Videoerstellung quälst, dann versuch es lieber mit einem anderen Format. Wichtig ist, dass du überhaupt etwas machst, dass du authentisch und sympathisch rüber kommst. Wenn der ästhetische, fotolastige Aspekt von Instagram einfach überhaupt nicht dein Ding ist, dann konzentriere dich eben mehr auf Facebook und mach es da richtig gut.

Außerdem keine Panik, wenn ein Format nicht sofort den gewünschten Erfolg bringt. Bleib dran und habe Geduld. Social Media ist ein zähes Pflaster. Content-Management ist leider ein Marathon.

Zusatztipp 1:

Kurze Videos sind sowohl auf Facebook als auch Instagram sehr beliebt und gerade die Insta-Stories bieten sich an um mit Videos Tipps zu geben oder einen Blick hinter die Kulissen zu gestatten.

Zusatztipp 2:

Wie bereits erwähnt, erwarten Nutzer unterschiedliches von den jeweiligen Plattformen und darauf sollte man eingehen. Hashtags werden z.B. auf Facebook nicht gerne gesehen. Auf Instagram sollte sich der Text eher kurz halten.

Unterschiedliche Plattformen haben außerdem unterschiedliche Ansprüche. Deine Inhalte solltest du dementsprechend anpassen. Unterschiedliche Formate aber das gleiche Design, denn bei all dem posten wollen wir deine Marke nicht vergessen. Wenn du die Profiprogramme von Adobe nicht hast/willst, kannst du mit der Seite Canva deine Grafiken bauen. Wenn du auch noch die Canva Pro Version hast, ist es sehr einfach das gleiche Design für unterschiedliche Plattformen zu erstellen.

Ich hoffe, ich konnte dir mit diesem Beitrag weiterhelfen. Wenn du glaubst, er könnte auch anderen helfen, dann feel free und teile den Artikel gerne.

Du hast trotz meiner Evergreens einfach keine Lust oder Zeit dich selbst um dein Social Media Management zu kümmern? Dann sollten wir sprechen. Für meine Kunden habe ich ganz besondere Social Media Management Angebote in petto. Wenn du noch mehr Fragen zum Thema „Social Media“ hast, dann schreibe mir gerne eine Nachricht oder buche jetzt deinen kostenfreien Bring My Brand To Life Call.  

Deine Expertin für Markenaufbau,
Marischa

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