{Special 2} Farbpsychologie: Blau-Töne

9. Mar. 2022 | Podcast

Fangen wir mit ein paar kurzen Basics an 

Das Wort Blau kommt vom althochdeutschen „Blau“, was soviel wie schimmernd oder glänzend bedeutet.

Bekannte blaue Farbmittel sind zum Beispiel Indigo und Ultramarinblau. Blau gilt als sogenannte “kalte Farbe”. Aber obwohl sie allgemein als “kalt” empfunden wird, so gibt es durchaus auch “warme Blautöne”. 

Das sind Blautöne mit einem Rotstich. Ein Beispiel dafür ist das eben schon erwähnte Ultramarinblau.

Dass Blau auf Menschen meist eine kalte Wirkung hat liegt an Erfahrungswerten. Im Winter bekommt die Außenwelt einen Blaustich. Die blauen Schatten auf Schnee und Eis haben sich in uns eingebrannt und so erzeugt blau häufig ein Gefühl von Kälte. 

 

 

Was total interessant ist:

Blau zählt zu den Farben, die nachweisbar menschliche Körperfunktionen beeinflussen können.

In der Natur ist Blau für den Körper das Signal, dass alles ruhig ist. Der blaue Himmel und seine Widerspiegelung im Wasser haben auf den Körper eine beruhigende, verlangsamende Wirkung, steht dabei aber auch für Sehnsucht. 

In der endlosen Ausdehnung des Himmels findet sich Beständigkeit und daraus resultieren wieder Assoziationen von Harmonie, Sympathie, Treue und Zufriedenheit. Das wird natürlich gerne für ein Corporate Design ausgenutzt. Dazu gleich noch etwas mehr. 

Dem gegenüber steht aber auch die Assoziation von Trauer, Melancholie und Depression. So bedeutet der englische Ausdruck „sich blau fühlen“, „to feel blue“, dass man sich traurig oder niedergeschlagen fühlt. Das spiegelt sich auch im Namen der Musikrichtung Blues wider.

In der deutschen Sprache gibt es auch eine nicht ganz so positive Redewendung mit der Farbe Blau. Nur wenn bei uns jemand blau ist, dann ist er nicht traurig, sondern betrunken. Daran angelehnt ist das Blaue Kreuz. Eine christliche Organisation, die sich um Suchtkranke kümmert. Die positiven Assoziationen überwiegen jedoch. Das Wort “blau” hören, erinnert eher an die negativen Aspekte, wenn man die Farbe jedoch sieht, überwiegen die positiven.

Trotz allem hat Blau allgemein eine angenehme und beruhigende Wirkung auf Menschen. Angeblich soll es auch die Konzentration fördern und wachhalten. Also, warum nicht einfach mal das Arbeitszimmer blau streichen? Vielleicht hilft es ja dem einen oder anderen noch produktiver zu sein.

 

Blau hat in der Religion eine tiefe Bedeutung

 

Im Judentum steht das Hellblau des Himmels für Gott, Glauben und Offenbarung. Die Farbe findet sich auch auf der israelischen Flagge wieder. In der römisch-katholischen Kirche hingegen steht Blau für die Gottesmutter Maria. 

Ihr habt sicher schon einmal Mariendarstellungen in Gemälden gesehen. Dort wird sie so gut wie immer in einem blauen Gewand gezeigt.

Aufgrund dieser Verknüpfung zu Maria galt blau auch lange Zeit als Frauenfarbe. Rot war für die Männer, Blau für die Frauen. Das hat sich auch bei Kindern widergespiegelt. Rosa für die Jungen, Hellblau für die Mädchen. 

Genau umgekehrt zu heute. 

An sich auch ein Beispiel dafür, dass Farbpräferenzen häufig nichts weiter sind als anerzogene Traditionen. Unglaublich, dass es heutzutage Leute gibt, die fast einen Herzinfarkt kriegen, nur weil ihr kleiner Sohn mal ein rosa T-Shirt haben möchte. Alles ist im Wandel und auch Assoziationen sind nicht statisch.

Erst nach dem ersten Weltkrieg fingen die Auffassungen an, sich zu wandeln. Blau wurde zur Farbe der Arbeits- und Männerwelt, gefördert durch blaue Arbeitskleidung wie den Blaumann oder blaue Marineuniformen. Für kleine Jungen kamen blaue Matrosenanzüge in Mode und so wandelte sich die Bedeutung der Farbe langsam aber sicher.

 

Für ein Drittel der Deutschen ist Blau die Lieblingsfarbe und das geschlechterübergreifend

 

Aber nicht nur Personen, sondern auch Unternehmen haben eine Schwäche für diese beruhigende Farbe. 

In der Forbesliste der 100 einflussreichsten Marken von 2016 haben die meisten Unternehmen blau in ihrem Logo.

 

Warum ist das so?

Erstmal hat natürlich nicht jedes Unternehmen das gleiche Blau. Es ist eine sehr vielseitige Farbe und passend für unterschiedliche Branchen und Produkte.

Helles Blau wird gerne für Produkte eingesetzt, die gekühlt werden müssen, aber auch für Hygieneprodukte oder in der Medizinbranche. Ein helles Blau vermittelt ein Gefühl von Klarheit und Reinheit, aber auch von Kälte. Man denke nur mal an Eisblau.

Blau ist außerdem die Farbe von Sachlichkeit, Sicherheit und Treue. Daher setzen gerade Unternehmen, die Seriosität und Vertrauen ausstrahlen möchten, auf Blau z.B. Banken und Versicherungen. 

All diese Assoziationen, die Blau weckt, passieren viel unterbewusst. Menschen lieben Blau, weil es ihnen bekannt ist und vor meistens in einem positiven Kontext gesehen wird. Es ist eine sehr natürliche Farbe und weckt Sehnsüchte. 

Diese Eigenschaften sind es, warum man als Marke gut damit arbeiten kann.

 

Die Bildwelt, die durch Blau geprägt ist, kann man ebenfalls gut für sein Unternehmen einsetzen 

Beste Beispiele sind da Himmel und Meer. Weite, Ruhe und Entspannung. Blau strahlt Harmonie aus, Sicherheit, ja sogar eine Art Urvertrauen.

Welche Assoziationen könnten für ein Unternehmen besser sein?

Blau ist zudem viel vertreten bei den ganz großen Unternehmen, den „Global Players“. 

Der blaue Planet, die Weite des Himmels, die bläuliche Färbung großer Berge in der Ferne…mit Blau ist auch globale Größe verbunden.

 

Nun gut, wenn blau also so toll und positiv ist, warum sind dann nicht alle Marken blau? 

Mal ganz abgesehen davon, dass das doch recht eintönig wäre und der Erkennungswert einer Marke dann gleich gegen null tendieren würde, passt Blau nicht zu jedem Unternehmen. Jede Farbe hat seine eigenen Werte und Emotionen, die eine Unternehmensidentität veranschaulichen können.

Die Ruhe, die von Blau ausgeht, hat auch nicht nur Vorteile. Sie kann dadurch auch schnell mal etwas Unscheinbares haben. 

Sie kann nicht in dem Ausmaße Aufmerksamkeit generieren, wie Rot oder Gelb. Aber das macht sie ja gerade so perfekt für Unternehmen, die Ruhe und Vertrauen ausstrahlen wollen.

Blau ist auch derzeit die Trendfarbe schlechthin im Webdesign. Warum, ist eigentlich offensichtlich. Es ist eine so universelle Farbe, geschlechterübergreifend und international beliebt. Sie ist auch digital angenehm anzusehen. Kurzum… mit ihr kann man nicht viel falsch machen. 

Aber wenn sie nicht zum Unternehmen passt oder man nur noch in der blauen Masse untergeht, hilft die Beliebtheit der Farbe auch nicht mehr weiter.

Du siehst hier mal wieder:

Nur weil etwas beliebt ist, muss es nicht unbedingt auch die erste Wahl für Dich und Dein Business sein. Mach nicht, was alle machen, sondern das, was zu Dir und Deinem Business passt.

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Alle Liebe,
Deine Marischa

 

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